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Regulatorische Updates für die Medizinprodukte-Branche

Ein Blick hinter die Kulissen – Umweltsimulation hautnah

Dieses Mal in eigener Sache: Bald ist es soweit! Unser Prüflabor im Bereich Umweltsimulation wird nach dem Komplettumbau neu eröffnet – und wir möchten Sie herzlich dazu einladen!

Besuchen Sie uns am 27. September 2018 ab 11:00 Uhr und erhalten Sie einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen unseres Prüflabors.

Die Highlights:

  • Stündliche Laborführungen
  • Interessanter Impulsvortrag
  • Neueste Equipments und Technologien im Bereich Shaker und Thermoschock
  • Spannende Gesprächspartner
  • Kulinarische Köstlichkeiten

 

Melden Sie sich bis zum 6. September 2018 kostenlos an.

Wir freuen uns darauf, unsere Prüfeinrichtungen gemeinsam mit Ihnen feierlich neu zu eröffnen!

Seien Sie dabei! Melden Sie sich gleich an!

Anforderungen aus der Medizinproduktebranche

Kaum ein Produktprüfungssegment ist so vielfältig wie die Umweltsimulation. TÜV SÜD investiert 2018 deshalb mehr als 3,5 Mio € in einen umfangreichen Ausbau des Testequipments im Bereich Umweltsimulation und in die Laborinfrastruktur vor allem in Mannheim.

So sind wir auf die Anforderungen der Medizinproduktebranche sowie den speziellen Bedürfnissen an Verpackung und Transport vorbereitet. Mit modernem und umfangreichem Prüfequipment können wir die vollständige OEM Service-Kette bedienen und sind so ein One-Stop-Anbieter!

Die Möglichkeiten reichen von wechselnden Temperaturen oder Feuchtegraden in der Klimakammer über die Simulation korrosiver Atmosphären in Salzsprühnebelprüfungen bis hin zu mechanischen Schocktests zur Einschätzung der Risiken, die beim Transport oder späteren Einsatz der Objekte auftreten können sowie die Simulation von Temperaturschwankungen im 2- und 3-Kammer-Verfahren.

Dr. Peter Havel im Interview

Mit dem Spatenstich am 19. März 2018 begann am Standort Mannheim der Ausbau der Umweltsimulationstests. Dr. Peter Havel war vor Ort, um eine der wegweisenden Investitionen 2018 persönlich zu begleiten.

Herr Dr. Havel, für Sie sind Investitionen absolut essenziell, um im hart umkämpften Markt der Produktprüfungen und -zertifizierungen weiter ganz vorne mitzuspielen. Welche Rolle spielt dafür der Ausbau am Standort Mannheim?

Der Ausbau des Standorts Mannheim im Bereich Umweltsimulationen ist ein wichtiger Teil der Gesamtstrategie für Deutschland. Ziel ist es, unseren Kunden Komplettlösungen anzubieten – und dies angesichts der Komplexität der internationalen Marktzugänge aus einer Hand. In Zukunft werden wir weiter auf Hochtouren daran arbeiten, bei uns unter einem Dach sämtliche Prüf- und Zertifizierungsfelder lückenlos zur Verfügung zu stellen. Mannheim spielt hierbei also als strategischer Standort eine zentrale Rolle.

Sie sind seit 16 Jahren im Unternehmen – nun auch als Geschäftsführer. Inwieweit waren Sie bisher in das Projekt involviert?

Mit Umweltsimulationstests war ich bereits in meiner vorherigen Rolle als global Verantwortlicher für den Bereich Medizinprodukte befasst. Auch hier besteht ein großer Bedarf an Umweltsimulationstests. Als Geschäftsführer ist es jetzt meine Hauptaufgabe, dass Investitionen an der richtigen Stelle getätigt werden. Dazu gehören aus meiner Sicht vor allem Investitionen in den Rundumservice: Wir wollen unsere Kunden von A bis Z bei der erfolgreichen Entwicklung und Einführung ihrer Produkte unterstützen. Da müssen wir alle Leistungen anbieten können, die für unsere Kunden relevant sind.

So werden wir beispielsweise auch für den Bereich der Medizinprodukte zusätzlich mehrere Hunderttausend Euro am Standort Mannheim investieren, um künftig noch umfangreichere Tests anbieten können.

Warum wird genau jetzt und genau in diesen Bereich investiert?

Wir investieren in vielen Bereichen. TÜV SÜD ist ein fester Name in der Branche, bei dem alle enorme Erwartungen an Qualität und Service hegen. Diesen Erwartungen müssen und wollen wir gerecht werden. Wir wollen besser, schneller, umfangreicher anbieten, um unserem Ruf und der steigenden Nachfrage an unsere Kompetenz nachzukommen. So werden wir beispielsweise auch für den Bereich der Medizinprodukte zusätzlich mehrere Hunderttausend Euro am Standort Mannheim investieren, um künftig noch umfangreichere Tests anbieten können.

An welche Unternehmensgrößen und Budgettöpfe wendet sich das Angebot der Umweltsimulation?

Es ist weniger eine Frage des Budgets als vielmehr eine der gegebenen Anforderungen. Die einen Hersteller sind an gesetzliche Anforderungen an ihr Produkt und entsprechende Prüfnachweise gebunden. Andere stellen selbst einen entsprechenden Qualitätsanspruch an ihr Produkt. Allgemein gesprochen sind derartige Prüfungen für alle relevant, die wissen müssen oder wollen, ob ihr Produkt überhaupt vermarktbar ist. Dieses Budget sollte also in jede Kalkulation eingeplant werden.

Welche Branchen nutzen die Umweltsimulation bereits umfänglich? Wer könnte noch stärker von der Umweltsimulation profitieren?

Klassiker in der Umweltsimulation sind die Automobilindustrie und der Maschinenbau. Immer häufiger bedienen wir auch Hersteller aus der Medizintechnik. Potenzial sehen wir einerseits in der Vertiefung der Angebote für diese Branchen. Andererseits bieten Umweltsimulationen auch für Konsumgeräte vielfältige Möglichkeiten, besonders im elektronischen und digitalen Bereich. Hier steigen die Anforderungen an die Produkte mit den Kundenerwartungen immer weiter. Vernetzte Geräte müssen beispielsweise unter Umwelteinflüssen weiter funktionieren und Witterungen standhalten können. Mit den Kundenerwartungen steigen also auch die Anforderungen an unsere Produktprüfungen.

In welcher Phase der Produktentwicklung bindet man diese Tests am besten ein?

Grundsätzlich können wir zu jedem Zeitpunkt der Produktentwicklung einsteigen. Letztlich geht es bei der Produktentwicklung nicht zuletzt um zwei maßgebliche Faktoren: um das richtige Kalkulieren und um die Kundenzufriedenheit mit dem Produkt. Zu beidem können wir einen wertvollen Beitrag leisten. Wir empfehlen unseren Kunden deshalb, schon frühzeitig Testphasen einzuplanen. Mit dem richtigen Test zur richtigen Zeit können Produktfehler schon in der Entwicklungsphase erkannt und verbessert werden. Dadurch sinken die Herstellungskosten, während die spätere Kundenzufriedenheit und somit auch der Absatz steigen.

E-ssentials MedDev Team

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